Behandlung von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen
mit der Vojtatherapie und Bobaththerapie

Foto Säugling
Auch Säuglinge, Kinder und Jugendliche können schon unter Funktions- und Bewegungsstörungen leiden. Oft handelt es sich um muskuläre Fehlsteuerungen, die eine Entwicklungsverzögerung zur Folge haben. Dies kann z.B. durch Fehllagerung in der Gebärmutter oder durch den Geburtsvorgang entstanden sein.

Wenn ein Säugling ein Defizit in der Entwicklung aufzeigt, erkennt der Arzt das Problem und verschreibt eventuell ein Rezept für eine physiotherapeutische Spezialbehandlung (Bobath oder Vojta).

Am Anfang dieser Therapie steht ein ausführlicher Befund, bei dem der Säugling in seiner Haltung und Bewegung beobachtet wird sowie Verhaltensweisen bei den Eltern erfragt werden.
Somit bekommt der Therapeut einen ersten Eindruck, was die Ursache für die Entwicklungsverzögerung des kleinen Patienten sein könnte.
Oft handelt es sich um Fehlsteuerungen der Muskulatur, d.h. bestimmte Muskeln arbeiten zu wenig und andere haben eine zu hohe Spannung. Dies führt dazu, dass bestimmte Bewegungen vom Kind nicht ausgeführt werden können. Auch werden Knochen und Gelenke durch den veränderten Muskelzug in eine unnatürliche Richtung gezogen. So kann auch schon ein Kind in diesem Alter eine asymmetrische Kopfhaltung oder Wirbelsäulenstellung haben. Die Diagnosen lauten dann z.B. KISS-Syndrom, Asymmetrie, zentrale Koordinationsstörung oder Retardierung.
Wird dieses Defizit nicht behoben, können Fehlsteuerungen weitere Gelenkfehlstellungen im Kindes-, Jugend- oder Erwachsenenalter mit sich bringen.
Sowohl durch die Vojta- als auch durch die Bobaththerapie nehmen wir Einfluss auf die Steuerung der Muskulatur durch die Nervenbahnen.
Jedes neurologisch gesunde Kind hat ein fertiges „Programm“ im Gehirn. Dieses Programm, was für Haltung und Bewegung zuständig ist, läuft automatisch ab. Das Gehirn sendet dabei ganz bestimmte Signale zu einer bestimmten Zeit über die Nervenbahnen an die Muskulatur. Es sagt also den Muskeln wann sie wie stark anspannen müssen.
In der Therapie können wir dieses Programm abrufen lassen. Das bedeutet, dass wir die natürlichste und gesündeste Bewegungsform, die die Natur uns gegeben hat, aktivieren können.

Foto Säugling im PorträtDer Vojtatherapeut löst an sogenannten Zonen (festgelegte Stellen am Körper) dieses Programm oder Bewegungsmuster aus. Dabei muss er genau wissen, welche Zonen er für welche Problematik verwendet, den Patienten in seinen Reaktionen beobachten und entsprechend in der Auslösung der Zonen darauf reagieren. Diese Therapie ist sehr anstrengend für die Kinder, da quasi der komplette Körper mit seinen Muskeln arbeitet. Die kleinen Säuglinge sind danach sehr müde und schlafen meist. Nach der Therapie ist zumeist eine Qualität der Bewegungen zu erkennen, was wir sofort nach der Behandlung sehen und die Eltern berichten es uns täglich.

Der Bobaththerapeut nimmt ebenfalls Einfluss auf das o.g. Programm oder Bewegungsmuster. Er löst aber keine Zonen aus, sondern regt das Kind zu Bewegungen an und steuert diese Bewegungen im Sinne der natürlichen Bewegungen. Dies ist für das Kind weniger anstrengend aber auch weniger effektiv.
Beide Therapien verfolgen das Ziel die Fehlsteuerung der Muskulatur und somit Fehlhaltungen dauerhaft zu beseitigen.
Haben Sie Fragen? Dann wenden Sie sich bitte an einen unserer kompetenten Therapeuten.